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10.02.2009, 19:00 Uhr |
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CDU Bernauer Straße: "Bürgerstraße" in Mitte testen Für ein Pilotprojekt "Shared Space"
Der CDU-Ortsverband Bernauer Straße fordert den Bezirk Mitte auf, einen geeigneten Straßenzug nach den Grundsätzen des "Shared Space" als "Bürgerstraße" umzugestalten. Die Auswertungen der Erfahrungen im Rahmen dieses Pilotprojektes sollen dann Grundlage für die Entscheidung über eine Einführung in einem größeren Bereich im Stadtbezirk sein.
"Shared Space" oder "Bürgerstraße" ist ein EU-finanziertes Verkehrsprojekt, das Methoden entwickeln soll, durch die der öffentliche Straßenraum besser gemeinsam allen Verkehrsteilnehmern und auch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden kann. Im Unterschied zu Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigten Zonen setzt die "Bürgerstraße" nicht auf restriktive Regeln für die Autofahrer, sondern will eine freiwillige Verhaltensänderung aller Nutzer des öffentlichen Raumes erreichen. Erreicht werden soll dies, indem Verkehrsregeln beseitigt und durch soziale Regeln ersetzt werden. Auffälligstes Merkmal bei der Umsetzung des Projektes ist, nach Möglichkeit sämtliche Verkehrsschilder, Ampeln und Straßenmarkierungen abzubauen. Auch werden die Wege nicht mehr nach verschiedenen Nutzungsarten unterschieden: Fuß- und Radwege werden entfernt, es gibt nur noch eine Verkehrsebene. Eine Trennung wird höchstens optisch markiert, die gemeinsame und gemeinschaftliche Nutzung des zur Verfügung stehenden Raumes ist das Ziel.
"Das klingt sehr radikal", gibt Björn Grünewälder vom CDU-Ortsvorstand Bernauer Straße zu. "Doch Erfahrungen aus Pilotprojekten z.B. in Hannover zeigen: Die Unfallzahlen gehen zum Teil drastisch zurück und der Verkehr läuft flüssiger." Was in Hannover funktioniere, müsse zwar nicht automatisch hierzulande klappen, so Grünewälder. "Doch wir halten es für lohnenswert, das Modell auch in Berlin zu testen".
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